Scrum skalieren – Einleitung

Scrum ein perfekt geeignetes Framework für Projekte mit einem Team von drei bis neun Personen. Was aber, wenn ein Projekt so komplex ist, dass zehn oder mehr Personen daran arbeiten? Dieser Frage widmen wir uns in den folgenden vier Blog-Einträgen, in welchen wir die Skalierungs-Ansätze Scrum of Scrums (SoS), Nexus, LeSS und SAFe vorstellen.

Mit seinen klar definierten Rollen, Aktivitäten und Artefakten ist Scrum eine leicht verständliche und schnell zugängliche Methode, um die Vorteile der agilen Vorgehensweise produktiv einzusetzen. Gleichzeitig liegt darin aber auch ein limitierender Faktor des Frameworks: Scrum ist aufgrund seiner Struktur ideal für Teams von drei bis maximal neun Personen geeignet. Softwareprojekte sind jedoch häufig so komplex, dass die Anzahl der daran beteiligten EntwicklerInnen mitunter sehr viel höher ausfällt.

Das führt in der Anwendung von Scrum bei größeren Teams zu ganz praktischen Problemen: Face-to-Face-Kommunikation ist nach wie vor die beste Möglichkeit, um Informationen auszutauschen. Doch die benötigte Anzahl der direkten Gespräche steigt quadratisch mit der Anzahl der beteiligten Personen. Dies wird ab einer bestimmten Teamgröße zur organisatorischen Herausforderung.

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Große Projekte werden außerdem meist von mehreren Teams bearbeitet, die sich arbeitsteilig um bestimmte Features und Funktionen kümmern. Dies führt zu cross functional dependencies, also wechselseitigen Abhängigkeiten zwischen den Teams, die erkannt, kommuniziert und behoben werden müssen. Halten alle beteiligten Teams ihre eigenen Sprints ab, muss zudem sichergestellt werden, dass die darin entwickelten increments auch integrierbar sind, das heißt als Ganzes funktionieren (integrated increment).

Damit stößt das „klassische“ Scrum-Framework in der Praxis schnell an seine Grenzen. In dieser Blog-Serie soll es deshalb um die Frage gehen, wie Scrum auf die benötigte Teamgröße skaliert werden kann. Möglich wird dies über eine Reihe von Frameworks, die allesamt auf Scrum basieren. Vier der bekanntesten sollen in dieser Blog-Serie vorgestellt werden: Scrum of Scrums, Nexus, LeSS und SAFe. Diese Reihenfolge ist dabei nicht zufällig gewählt. Sie spiegelt vielmehr die zunehmende Komplexität der Frameworks wider, die sich unter anderem in der Anzahl an zusätzlichen Rollen, Aktivitäten und Artefakten niederschlägt.

 

 

Alle genannten Frameworks verfügen über nützliche Erweiterungen, um die durch den Skalierungsprozess auftretenden Probleme zu adressieren und zu kontrollieren. Unterschiede bestehen sowohl hinsichtlich der Vorgehensweise als auch der Komplexität der Frameworks: Während Scrum of Scrums lediglich ein übergeordnetes Meeting zur Koordinierung mehrerer Einzelteams darstellt, bietet SAFe ein umfassendes Framework zur Agilisierung kompletter Unternehmen.

Um die Details der einzelnen Frameworks wird es in den kommenden Beiträgen dieser Blog-Serie gehen. Den Anfang macht der am wenigsten komplexe Ansatz Scrum of Scrums:

Teil 1: Scrum of Scrums

Teil 2: Nexus

Teil 3: LeSS

Teil 4: SAFe [folgt bald]

Marko...

...der das perfekte Framework für jede Teamgröße kennt.

Marko Rücker hat Informatik studiert und arbeitet als zertifizierter Scrum Master bei der moguru. Er agilisiert Prozesse und hilft dem Team zur Selbstorganisation.